Zero Waste

gemeinsam zum Zero Waste Leben – Einkaufen – Teil 2

Packen wir zuerst das größte Thema an: das Einkaufen. Bei dem wir oftmals regelmäßig am meisten Müll nach Hause bringen.

Unverpackt-Laden

Am Einfachsten sind dafür Unverpackt-Läden geeignet. Doch diese gibt es leider nicht in allen Städten, meist nur in Großstädten. (Glücklicherweise werden immer mehr dieser Läden eröffnet.)

Schaue einfach, ob es in deiner Umgebung einen solchen Laden gibt.

Um dort einzukaufen, brauchst du ein paar Dinge. Beutel und Gläser zum Abfüllen. Wobei Beutel beispielsweise für Linsen oder Bohnen verwendet werden können und Gläser eigentlich für alles andere. Früher habe ich alles in Gläser abgefüllt, da das vom Gewicht ziemlich schwer war, bin ich bei vielen gröberen Lebensmitteln auf Beutel umgestiegen.

Bist du in einem Unverpackt-Laden angekommen, heißt es erstmal alle Behältnisse wiegen, damit später an der Kasse nur das Gewicht der Lebensmittel gewogen werden kann. Dann kannst du dir von den Lebensmitteln, die du benötigst, genau die Menge abfüllen, die du möchtest und musst nicht wie in einem normalen Supermarkt eine bestimmte Verpackungsgröße kaufen.

In den meisten Unverpackt-Läden gibt es aber nicht nur Lebensmittel, sondern auch Reinigungsmittel zum Abfüllen, Haushaltsprodukte wie Seifen oder Zahnbürsten und sogar Toilettenpapier.

der Unverpackt-Lden “maßVoll” in Potsdam

Ich für meinen Teil kaufe regelmäßig im maßVoll in Potsdam ein. Dort erwartet dich ein großes Sortiment, auch an veganen Produkten, und vor allem eine herzliche Atmosphäre.

Wochenmarkt

Außerdem ist dein lokaler Wochenmarkt eine gute Möglichkeit um Verpackungen zu reduzieren. Hier kannst du dir loses Obst und Gemüse direkt in deine Tasche geben lassen oder vorher in kleine Baumwollnetze legen.

Auf dem Wochenmarkt gibt es natürlich nicht nur Obst und Gemüse. Selbst einige Fischer und Metzger haben dort einen Stand. Frage vorher nach, ob sie dir ihre Produkte auch in deine Behälter legen würden und schon kann es losgehen.

Ein weiteres Plus sind die kürzeren Transportwege, da viele Produkte lokal verkauft werden und du unterstützt so kleine Betriebe und keine großen Firmen.

Hofläden

Vielleicht gibt es bei dir auch einen Hofladen. Dieser wird bestimmt nicht nein sagen, wenn du sie bittest Obst und Gemüse in deinen Beutel zu legen oder Eier in einen wieder mitgebrachten Karton einzufüllen.

Supermarkt

Selbst in einem normalen Supermarkt kannst du an Verpackungen sparen. In der Obst- und Gemüse-Abteilung kannst du lose Ware der Verpackten vorziehen, diese direkt auf das Kassenband legen oder vorher in Netze packen. Anfangs werden die Kassierer noch komisch gucken, aber nach einer gewissen Zeit wird das völlig normal werden und vielleicht fragen sie dich auch warum und du kannst ihnen von diesem tollen Projekt berichten.

Brot und Brötchen kannst du in der Selbstbedienung in mitgebrachte Beutel geben und an der Kasse ansagen, was drinnen ist.

Für Aufstriche wie Marmeladen oder Sirup kannst du Gläser nehmen, die du aufhebst und dann zum Unverpackt-Laden mitnehmen kannst. Gleiches gilt übrigens auch für Eingelegtes oder Eingekochtes.

In manchen Märkten gibt es auch Nüsse oder etwaiges zum Abfüllen aus großen Behältern.

Nicht Lebensmittel

Geht es nicht um Lebensmittel, sondern um Kosmetik, Technik und Co. heißt es so wenig wie möglich kaufen, denn es gibt nur wenige Möglichkeiten um hier an Verpackung zu sparen.

Kosmetik kann man zu einigen Teilen auch selber machen aus Produkten, die man bereits zu Hause hat oder lose im Unverpackt-Laden bekommen kann.

Für Technik und Haushaltsartikel wie Wasserkocher, gibt es die Möglichkeit gebraucht zu kaufen, so sparst du dir Geld und es fallen keine zusätzlichen Verpackungen an.

So das war für den Anfang schon mal ziemlich viel, probiere es umzusetzen und traue dich einfach mal die Verkäufer zu fragen. Du wirst erstaunt sein, wie viel möglich ist und wie viel Aufmerksamkeit das Thema Müllvermeidung bekommen wird.

weitere Teile dieser Serie:

Teil 1: die Einführung

Teil 3: das Kochen

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